Natur

Olivenöl oder Rapsöl? Warum Olivenöl die bessere Wahl ist

Wir vergleichen Olivenöl und Rapsöl sachlich über Rohstoff, Herstellung, Geschmack und Herkunft und zeigen, warum natives Olivenöl extra die bessere Wahl für deine Alltagsküche ist.

Team Ölich7 Min. Lesezeit
Frisch gepresstes Olivenöl läuft aus der Presse

Für Geschmack, Natürlichkeit und deine Alltagsküche ist natives Olivenöl extra die bessere Wahl. Es wird aus der Olivenfrucht gepresst, ausschließlich mechanisch gewonnen und nicht raffiniert. Deshalb bringt es sein eigenes Aroma und von Natur aus Polyphenole mit. Rapsöl stammt dagegen aus der Saat der Rapspflanze.

In vielen Küchen stellt sich irgendwann die Frage: Olivenöl oder Rapsöl? Für welches Öl greife ich zur Pfanne, für welches zum Salat? Wir finden: Die Antwort liegt näher, als viele denken. Ein gutes natives Olivenöl extra kann beides. Und es bringt etwas mit, das ein Öl aus Samen nicht hat: den Geschmack einer Frucht.

Hier vergleichen wir beide Öle ruhig und sachlich, über Eigenschaften, die sich nachprüfen lassen: Rohstoff, Herstellung, Aroma, Inhaltsstoffe, Herkunft und Einsatz in der Küche.

Frucht oder Samen: der Unterschied beginnt am Baum

Olivenöl stammt aus dem Fruchtfleisch der Olive. Frisch geerntete Oliven werden gemahlen, das Öl wird vom Wasser und vom Fruchtfleisch getrennt. Was übrig bleibt, ist der ölige Teil einer reifen Frucht, mit all ihren Aromen.

Rapsöl wird aus den kleinen Samen der Rapspflanze gewonnen. Aus Saat entsteht ein ganz anderes Öl als aus einer Frucht, in Geschmack, Farbe und Zusammensetzung.

Herstellung: nur mechanisch oder raffiniert

Natives Olivenöl extra ist die höchste Güteklasse für Olivenöl. Nach EU-Recht darf es ausschließlich durch mechanische oder andere physikalische Verfahren gewonnen werden. Keine Raffination, keine Lösungsmittel, keine Zusätze. Was in der Flasche ist, ist das Öl der Frucht, sonst nichts.

Rapsöl entsteht aus Saat. Bei raffiniertem Rapsöl wird die Saat meist warm gepresst, der Presskuchen mit einem Lösungsmittel ausgezogen und das Öl danach in mehreren Schritten entschleimt, entsäuert und gebleicht. Dabei gehen Geruch und Geschmack weitgehend verloren.

Ein natives Olivenöl extra durchläuft keinen dieser Schritte. Es bleibt so, wie es aus der Presse kommt.

Geschmack: ein Öl mit Charakter

Ein gutes natives Olivenöl extra schmeckt nach seiner Frucht. Das Ölich Olivenöl ist weich und frisch im Antrunk, ein Hauch von grünem Gras und am Ende ein feiner pfeffriger Abgang, der nur kurz im Hals bleibt.

Dieses Aroma macht aus einfachen Zutaten ein Gericht. Ein paar Tomaten mit Salz, ein Stück frisches Brot, Gemüse aus der Pfanne. Das Olivenöl überdeckt nichts, es rundet ab. Es funktioniert über dem Salat wie in der Pfanne und schmeckt allen am Tisch, auch den Kindern.

Polyphenole: was die Olive mitbringt

Oliven enthalten Polyphenole, also sekundäre Pflanzenstoffe, die der Olivenbaum selbst bildet. Typisch für die Olive sind Oleuropein und Hydroxytyrosol. Ein natives Olivenöl extra trägt einen Teil davon in sich.

Du schmeckst sie sogar: Die leichte Bitterkeit und das feine Kratzen im Hals gehen auf diese Stoffe zurück. Das Ölich Olivenöl hat einen Polyphenolgehalt von +400 mg/kg. Probier es einmal pur von einem Löffel und achte zuerst auf die Fruchtigkeit, dann auf die Bitterkeit, beim Schlucken auf den pfeffrigen Abgang.

Olivenöl und Rapsöl im Vergleich

Merkmal Ölich Olivenöl (nativ extra) Rapsöl (raffiniert)
Rohstoff Fruchtfleisch der Olive Samen der Rapspflanze
Gewinnung ausschließlich mechanisch warm gepresst, mit Lösungsmittel ausgezogen
Raffination keine, nach EU-Recht nicht zulässig entschleimt, entsäuert, gebleicht
Geschmack weich und frisch, grünes Gras, feiner pfeffriger Abgang weitgehend ohne Eigengeschmack
Olivenpolyphenole (Oleuropein, Hydroxytyrosol) von Natur aus enthalten, +400 mg/kg stammen aus der Olive, daher nicht enthalten
Herkunft eine Region (Edremit), eine Sorte (Memecik), Erntedatum auf jeder Flasche je nach Hersteller
Verwendung Salat, Brot, Gemüse, sanftes Anbraten, Saucen, Marinaden Braten, Backen, Dressings

Kann ich mit Olivenöl braten?

Ja. Der Gedanke, natives Olivenöl extra dürfe nicht erhitzt werden, hält sich hartnäckig. Er stimmt so nicht. Olivenöl ist das vielseitigste Öl in der Küche: zum sanften Anbraten, als Basis für Saucen und Marinaden und roh über Tomaten, über Brot, über einen einfachen Salat. Vorausgesetzt, die Qualität stimmt.

Oft wird beim Braten nur auf den Rauchpunkt geschaut, also die Temperatur, ab der ein Öl sichtbar zu rauchen beginnt. Er sagt allein aber wenig darüber, wie stabil ein Öl beim Erhitzen bleibt. Eine Laborstudie aus Australien hat natives Olivenöl extra und andere gängige Speiseöle bis auf 240 °C erhitzt und anschließend sechs Stunden bei 180 °C gehalten. Das Ergebnis: Der Rauchpunkt sagte nicht voraus, wie gut ein Öl die Hitze verkraftet. Natives Olivenöl extra blieb in dieser Untersuchung sehr stabil. Die Autoren erklären das mit seinem Fettsäureprofil und seinen natürlichen Antioxidantien.

Gemüse, Fisch, Eier oder Fleisch kannst du also ohne Bedenken in Olivenöl anbraten. Mehr dazu liest du in unserem Artikel Kochen mit extra nativem Olivenöl.

Gut zu wissen: Auch beim Backen kann Olivenöl mehr, als viele denken. In Rührteig, Focaccia oder einem saftigen Olivenölkuchen kannst du Butter oft durch Olivenöl ersetzen. Ein mildes Öl bringt eine feine, fruchtige Note mit.

Herkunft, die du nachvollziehen kannst

Rund ums Mittelmeer ist Olivenöl seit Generationen das Öl für alles: für das Frühstück, für den Topf, für den Tisch. Genau aus dieser Küche kommt das Ölich Olivenöl.

Die Oliven stammen von einer Partnerfamilie in Edremit an der türkischen Ägäis, die dort seit 1785 Olivenhaine bewirtschaftet. Sortenrein Memecik, kein Verschnitt. Die Oliven werden von Hand geerntet und innerhalb von 8 Stunden nach der Ernte gepresst. Das Erntedatum steht auf jeder Flasche. So weißt du immer, wie frisch dein Öl ist. Wie das Öl in Edremit entsteht, erfährst du in unserem Artikel über die Olivenölproduktion in Edremit.

Was ein gutes Olivenöl wert ist

Für einen Liter Ölich Olivenöl braucht es rund 7.000 Oliven. Von Hand geerntet, innerhalb von 8 Stunden nach der Ernte gepresst, in die schwarze Flasche gefüllt. Diesen Aufwand schmeckst du in jedem Löffel.

Und dieser Löffel ist überschaubar: Der 1-Liter-Kanister kostet 29,90 €. Rechnet man einen Esslöffel mit etwa 15 ml, sind das rund 45 Cent für den Löffel, der deinen Salat, deine Pfanne oder dein Brot zu etwas Eigenem macht.

Häufige Fragen

Ist Olivenöl oder Rapsöl besser zum Braten?

Natives Olivenöl extra eignet sich sehr gut zum sanften Anbraten und bringt dabei seinen eigenen Geschmack mit. In einer Laborstudie blieb es auch bei langem Erhitzen sehr stabil.

Kann ich natives Olivenöl extra erhitzen?

Ja. Für das Anbraten in der Alltagsküche ist natives Olivenöl extra gut geeignet. Der Rauchpunkt allein sagt wenig über die Stabilität beim Erhitzen aus.

Was ist der Unterschied zwischen Olivenöl und Rapsöl?

Olivenöl wird aus der Frucht des Olivenbaums gewonnen, Rapsöl aus der Saat der Rapspflanze. Natives Olivenöl extra wird nur mechanisch gewonnen und nie raffiniert. Es bringt sein Fruchtaroma und Olivenpolyphenole mit.

Kann ich Rapsöl durch Olivenöl ersetzen?

Ja, beim Braten, im Dressing und in vielen Backrezepten. Ein mildes Olivenöl gibt deinen Gerichten eine feine, fruchtige Note.

Warum kostet natives Olivenöl extra mehr?

Für einen Liter braucht es viele Kilo Oliven. Natives Olivenöl extra wird nur mechanisch gewonnen. Beim Ölich Olivenöl kommen Handernte und das Pressen innerhalb von 8 Stunden nach der Ernte dazu.

Fazit: Olivenöl ist die bessere Wahl

Rapsöl ist ein Öl aus Samen. Natives Olivenöl extra wird aus einer Frucht gepresst, rein mechanisch gewonnen, mit eigenem Aroma und natürlichen Polyphenolen. Es passt in die Pfanne, in die Marinade und über den Salat. Für Geschmack, Natürlichkeit und deine Alltagsküche ist natives Olivenöl extra die bessere Wahl.

Wenn du wissen möchtest, wie ein sortenreines Olivenöl aus Edremit schmeckt, fang mit dem Ölich Olivenöl 250 ml an. Wer Olivenöl jeden Tag verwendet, ist mit dem Ölich Flaschen-Duo gut versorgt: eine Flasche für den Alltag, eine verschlossen im Schrank.

Quellen anzeigen

Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Anhang VII Teil VIII (Bezeichnungen und Begriffsbestimmungen für Olivenöl).
De Alzaa F., Guillaume C., Ravetti L. (2018). Evaluation of Chemical and Physical Changes in Different Commercial Oils during Heating. Acta Scientific Nutritional Health, 2(6).
Barbaro B. et al. (2014). Effects of the Olive-Derived Polyphenol Oleuropein on Human Health. International Journal of Molecular Sciences, 15(10), 18508–18524.
top agrar: Warenkunde Pflanzenöle von hier und was sie ausmacht (Kaltpressung, Raffination mit Lösungsmittelextraktion, Entschleimen, Entsäuern, Bleichen). topagrar.com
UFOP, Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen: Broschüre Rapsöl. ufop.de

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Team Ölich

Wir schreiben über das, was uns jeden Tag beschäftigt: gutes Olivenöl, Olivenblatt Tee und die Menschen dahinter.

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