Edremit, eine malerische Region an der türkischen Ägäisküste, ist für ihre lange Tradition des Olivenanbaus bekannt. Seit Jahrhunderten entstehen in den fruchtbaren Landschaften von Edremit einige der besten Olivenöle der Welt. Begleite uns auf eine Reise durch die Olivenölherstellung: von der Ernte über die Mühle bis in die Flasche.
Die Ernte: eine Arbeit aus Liebe
Die Olivenernte ist ein entscheidender Schritt in der Olivenölherstellung und findet in der Regel zwischen November und Januar statt. Erfahrene Erntehelfer pflücken die reifen Oliven sorgfältig von Hand, damit sie nicht verletzt oder beschädigt werden.
Vom Baum zur Mühle: die ersten Schritte
Nach der Ernte werden die Oliven so schnell wie möglich zur Mühle gebracht. Dort werden sie gereinigt und sortiert, um Blätter, Zweige und andere Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend werden die Oliven zerkleinert, damit das ölreiche Fruchtfleisch freigesetzt wird.
Die Extraktion: der magische Moment
Das zerkleinerte Fruchtfleisch, auch Pasta genannt, kommt dann in eine hydraulische Presse. Bei diesem Verfahren, der Kaltpressung, wird das Öl bei niedrigen Temperaturen gewonnen. So bleiben sein feiner Geschmack und sein Nährwert erhalten.

Der Trennungsprozess
Das entstandene Gemisch aus Öl, Wasser und festen Bestandteilen wird in eine Zentrifuge geleitet. Diese Maschine trennt das Öl vom Wasser und von den festen Partikeln. Übrig bleibt reines Olivenöl.
Der letzte Schritt: Abfüllung und Lagerung
Das gewonnene Olivenöl wird anschließend filtriert, um alle verbliebenen Verunreinigungen zu entfernen. Schließlich wird es abgefüllt und an einem kühlen, dunklen Ort gelagert, damit seine Qualität erhalten bleibt.

Das Besondere an Edremit
Das milde Klima und die mineralhaltigen Böden von Edremit prägen zusammen mit dem traditionellen Anbau den Charakter des Olivenöls aus dieser Region. Die Olivenbäume dort sind oft Jahrhunderte alt und tragen Oliven mit einem hohen Ölgehalt und einem unverwechselbaren Geschmacksprofil.
Wer den aufwendigen Weg der Olivenölherstellung kennt, kann die Handwerkskunst und Hingabe, die in diesem kulinarischen Schatz stecken, erst richtig schätzen.








