Self Care am Abend: So wird Schlafliebe Teil deiner Routine

Selbstfürsorge muss nicht kompliziert sein. Schon ein kleines Ritual am Abend kann deinem Körper helfen, zu entspannen und die innere Balance zu finden. Schlafliebe Tee ist der ideale Begleiter.

 

Mit natürlichen Kräutern wie Baldrian, Kamille, Passionsblume und Olivenblättern unterstützt er deinen Körper sanft beim Abschalten. Nimm dir 10 Minuten, zünde eine Kerze an, setze dich gemütlich hin und genieße bewusst deine Tasse Tee – ein Moment nur für dich.

 

Regelmäßige Anwendung kann helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und die Qualität deines Schlafes zu verbessern.

👉 So integrierst du Schlafliebe in deine Abendroutine:

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By Team Ölich
Blog 1785

Bergtee und Grüner Tee mit L-Theanin gehören zu den am besten untersuchten pflanzlichen Energiebegleitern. Studien zeigen, dass die Kombination aus L-Theanin und Koffein im Grünen Tee kognitive Leistung und Aufmerksamkeit verbessert – ohne die nervöse Unruhe von Kaffee (Haskell et al., Biological Psychology, 2008). Bergtee zeigte in einer klinischen Studie Verbesserungen in Gedächtnis und Wachheit bei gesunden Erwachsenen (Hofrichter et al., Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2016). Ölich Kraftliebe enthält Grünen Tee – mit natürlichem Koffein – sowie koffeinfreie Zutaten: Bergtee, Zitronengras, Lavendel und die Olivenblatt-Basis. Zubereitung: 2–3 g auf 250 ml Wasser bei 80–85 °C, 5–6 Minuten ziehen lassen.

Kaffee gibt Energie – das stimmt. Aber viele kennen auch die Kehrseite: das Kribbeln nach dem zweiten Becher, die Nervosität um 11 Uhr, den Einbruch am Nachmittag. Das ist kein Versagen des Körpers. Es ist die Art, wie Koffein in hoher Dosis wirkt: schnell rein, schnell wieder raus.

Pflanzliche Alternativen können etwas anderes bieten: eine ruhigere, gleichmäßigere Energie. Keine Aufputschmittel, kein Adrenalin-Schub – sondern Wachheit, die sich nach Boden anfühlt.

Dieser Artikel schaut sich die wichtigsten Zutaten in Ölich Kraftliebe einzeln an. Was steckt dahinter – und was sagt die Forschung?

1. Grüner Tee und L-Theanin – die Kombination, die wirklich zählt

Grüner Tee enthält Koffein. Aber deutlich weniger als Kaffee – etwa 25–35 mg pro Tasse gegenüber 80–100 mg in einer Tasse Kaffee. Was Grünen Tee besonders macht, ist nicht das Koffein allein. Es ist das Zusammenspiel mit L-Theanin.

L-Theanin ist eine Aminosäure, die fast ausschließlich in der Teepflanze vorkommt. Sie fördert Alpha-Wellen im Gehirn – einen Zustand entspannter Wachheit, ähnlich dem, den man in ruhiger Konzentration erlebt.

Haskell et al. (2008, Biological Psychology) testeten in einer randomisierten, placebokontrollierten Crossover-Studie die Wirkung von L-Theanin allein, Koffein allein und L-Theanin + Koffein gemeinsam. Ergebnis: Die Kombination verbesserte Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und Arbeitsgedächtnis am stärksten – und reduzierte gleichzeitig das subjektive Gefühl von Angespanntheit, das Koffein allein auslöst.

2. Bergtee – das unterschätzte Energiekraut des Mittelmeerraums

Bergtee (Sideritis scardica) ist in Mittelmeerraum seit Jahrhunderten als „Eisenkraut" bekannt – traditionell gegen Erschöpfung, Erkältungen und Beschwerden aller Art eingesetzt. Die Wissenschaft hat diese Pflanze erst in den letzten Jahren ernsthaft untersucht. Die Ergebnisse sind bemerkenswert.

Hofrichter et al. (2016, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine) untersuchten Bergteein einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie an gesunden Erwachsenen. Die Bergtee-Gruppe zeigte messbare Verbesserungen in Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und subjektivem Energieniveau – ohne Koffein, ohne Stimulanzien, ohne Nebenwirkungen.

Dimpfel et al. (2021, Biomedical Journal of Scientific and Technical Research) bestätigten mit EEG-Messungen, dass Bergtee die Alpha-Wellen-Aktivität im Gehirn erhöht – denselben Zustand, den L-Theanin fördert. Entspannte Wachheit, nicht Anspannung.

Bergtee ist koffeinfrei – und trotzdem kein Schläfer.

3. Zitronengras – Frische mit Substanz

Zitronengras (Cymbopogon citratus) kennt man aus der asiatischen Küche. Als Tee ist es eine der belebtesten Pflanzen überhaupt: frisch, zitronig, aromatisch. Die ätherischen Öle – vor allem Citral – wirken anxiolytisch (angstlösend) und leicht stimmungsaufhellend.

Cheel et al. (2005, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine) berichten über antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften von Zitronengrasextrakt. Kumar et al. (2012, Journal of Advanced Pharmaceutical Technology & Research) dokumentieren ZNS-modulierende Effekte – Reduktion von Erschöpfungs- und Stressindikatoren.

Zitronengras ist koffeinfrei. In Kraftliebe gibt es der Mischung ihre charakteristische, klare Frische.

4. Lavendel – der Erdungsanker

Lavendel klingt nach Entspannung, nicht nach Energie. Das ist kein Widerspruch: Müdigkeit entsteht oft aus chronischem Hintergrundrauschen – Anspannung, die nie ganz loslässt. Lavendel arbeitet an dieser Schicht.

Sayowan et al. (2012, Journal of the Medical Association of Thailand) zeigten in einer klinischen Studie, dass Lavendelduft das autonome Nervensystem messbar beeinflusst: niedrigere Herzfrequenz, niedrigerer Blutdruck, verbesserte Entspannungsparameter – ohne Sedierung. Die Probanden fühlten sich ruhiger und gleichzeitig wacher.

Im Tee ist der Lavendelanteil mild – er rundet die Mischung ab, ohne zu dominieren.

5. Die Olivenblatt-Basis – warum Kraftliebe kein gewöhnlicher Tee ist

Olivenblätter sind die größte Einzelzutat in Kraftliebe. Chronische Erschöpfung hängt oft mit oxidativem Stress zusammen. Oleuropein und Hydroxytyrosol aus Olivenblättern gehören zu den potentesten pflanzlichen Antioxidantien überhaupt (Barbaro et al., International Journal of Molecular Sciences, 2014). Sie liefern keinen Energie-Boost im Sinne eines Stimulans – aber sie reduzieren den Hintergrundlärm, der Energie kostet.

Mehr dazu in unserem Artikel „Olivenblatt-Tee: Wirkung, Inhaltsstoffe und richtige Zubereitung".

6. Richtige Zubereitung

Wassertemperatur: 80–85 °C – wichtig wegen des Grünen Tees. Zu heißes Wasser macht Grünen Tee bitter und zerstört empfindliche Katechine und L-Theanin teilweise.

Menge: 1 gehäufter Teelöffel (ca. 2–3 g) auf 250 ml Wasser.

Ziehzeit: 5–6 Minuten. Kürzer = milder. Länger = mehr Koffein und Bitterkeit.

Zeitpunkt: Morgens oder früher Nachmittag – nicht am späten Abend. Der Grüne Tee enthält Koffein, das 4–6 Stunden aktiv bleibt.

Häufigkeit: 1–2 Tassen täglich als Kaffee-Alternative oder ergänzende Morgenroutine.

Tipp: Kraftliebe schmeckt auch kalt – als Eistee im Sommer mit Zitrone und etwas Minze ist er erfrischend und belebend.

7. Was dieser Tee ist – und was er nicht ist

Kraftliebe ist kein Energydrink. Er enthält weniger Koffein als eine Tasse Kaffee, keine synthetischen Stimulanzien, kein Taurin, keinen Zucker. Der Effekt ist subtiler – und nachhaltiger.

Wer unter ernsthafter Erschöpfung oder chronischem Burnout leidet, sollte ärztlichen Rat suchen. Ein Kräutertee ist kein Ersatz für ausreichend Schlaf, Bewegung oder medizinische Behandlung.

Was Kraftliebe leisten kann: Ein anderer Start in den Morgen. Wacher, ruhiger, gleichmäßiger. Kein Hoch um 9, kein Tief um 11. Nur das, was ein guter Tag braucht: einen guten Anfang.

Was bleibt

Energie ist keine Frage des Koffeinspiegels. Sie ist eine Frage des Gleichgewichts – zwischen Wachheit und Ruhe, zwischen Aktivierung und Erdung. Genau das hat die Mittelmeerkultur seit Jahrhunderten gewusst, ohne es so zu nennen.

Ölich Kraftliebe verbindet die Wissenschaft von L-Theanin und Bergtee mit der Tiefe der Olivenblatt-Basis. In Qualität, die wir kennen, aus einer Region, der wir vertrauen, seit 1785.

Starten Sie Ihren Tag anders. Probieren Sie es.

Quellen:
Haskell CF et al. (2008). The effects of L-theanine, caffeine and their combination on cognition and mood. Biological Psychology, 77(2), 113–122.
Hofrichter J et al. (2016). Comparative Efficacy and Safety of Standardized Sideritis scardica and Coffea arabica Extracts on Cognition in Healthy Adults. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, Article ID 1803140.
Dimpfel W et al. (2021). Sideritis scardica Herbal Extract Affects EEG Activity in Mild Cognitive Impaired Subjects. Biomedical Journal of Scientific and Technical Research, 36(5).
Cheel J et al. (2005). Free radical scavengers and antioxidants from lemongrass (Cymbopogon citratus DC. Stapf). Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2(3), 301–307.
Sayowan W et al. (2012). The effects of lavender oil inhalation on emotional states, autonomic nervous system, and brain electrical activity. Journal of the Medical Association of Thailand, 95(4), 598–606.
Barbaro B et al. (2014). Effects of the Olive-Derived Polyphenol Oleuropein on Human Health. International Journal of Molecular Sciences, 15(10), 18508–18524.

By Team Ölich
Blog 1785

 

Extra natives Olivenöl kann im Rahmen einer mediterranen Ernährung messbar zur Herzgesundheit beitragen. Die PREDIMED-Studie (Estruch et al., New England Journal of Medicine, 2013) zeigte eine 30-prozentige Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Teilnehmern, die regelmäßig hochwertiges Olivenöl konsumierten. Polyphenole wie Oleuropein und Oleocanthal schützen LDL-Cholesterin vor Oxidation – dem entscheidenden ersten Schritt in der Atherosklerose-Kaskade. Olivenöl ist kein Medikament und kein Ersatz für ärztliche Behandlung. Aber als Teil einer ausgewogenen Ernährung ist die Forschungslage klar und konsistent.

Jeder zweite Deutsche über 50 hat erhöhte Cholesterinwerte — und viele sind unsicher, was das wirklich bedeutet und welche Rolle die Ernährung dabei spielt. Olivenöl wird in diesem Zusammenhang oft genannt. Aber was sagt die Wissenschaft tatsächlich? Dieser Artikel gibt Ihnen eine ehrliche Antwort — ohne Übertreibungen, ohne Werbebotschaft.

1 Cholesterin verstehen: LDL, HDL und der Unterschied

Cholesterin ist kein Feind des Körpers — es ist ein lebenswichtiger Baustein für Zellmembranen, Hormone und die Verdauung. Das Problem entsteht erst, wenn die Balance kippt.

LDL — das „schlechte" Cholesterin

Transportiert Cholesterin vom Blut in die Zellen. Bei zu hoher Konzentration lagert es sich in Arterienwänden ab. Oxidiertes LDL gilt als ein Haupttreiber von Arteriosklerose.

HDL — das „gute" Cholesterin

Transportiert überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber, wo es abgebaut wird. Ein hoher HDL-Wert gilt als schützend für das Herz-Kreislauf-System.

Das entscheidende Stichwort ist oxidiertes LDL: Wenn LDL-Partikel durch freie Radikale angegriffen werden, verlieren sie ihre normale Funktion und lösen im Körper Entzündungsreaktionen aus — ein Prozess, der zur Ablagerung in den Arterien führt. Genau hier setzt die Forschung zu Olivenöl an.

2 Was sagt die Forschung zu Olivenöl?

Die bekannteste und methodisch stärkste Studie zu diesem Thema ist die PREDIMED-Studie (Prevención con Dieta Mediterránea), 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlicht (Estruch et al., 2013). Über 7.000 Teilnehmer mit erhöhtem Herzerkrankungsrisiko wurden beobachtet — die Gruppe mit extra nativem Olivenöl (ca. 4 EL täglich) hatte 30 % weniger kardiovaskuläre Ereignisse als die fettreduzierte Kontrollgruppe.

Was steckt biochemisch dahinter? Die Antwort liegt in den Polyphenolen — sekundären Pflanzenstoffen, die in hochwertigem, frisch gepresstem Olivenöl konzentriert vorkommen:

🔬 Wissenschaftlich untersucht

Oleocanthal wirkt entzündungshemmend und hemmt dieselben Enzyme wie Ibuprofen — allerdings in anderen Konzentrationen, weshalb kein Vergleich mit Medikamenten gezogen werden sollte (Beauchamp et al., Nature, 2005). Oleuropein schützt LDL-Partikel vor Oxidation, der entscheidende erste Schritt in der Atherosklerose-Kaskade. Beide Substanzen sind vor allem in frisch geernteten, kaltgepressten Ölen in nennenswerten Mengen vorhanden.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Extra natives Olivenöl scheint nicht nur LDL zu senken, sondern gleichzeitig das HDL zu erhöhen (Covas et al., Annals of Internal Medicine, 2006) — eine Kombination, die andere Pflanzenöle in dieser Form nicht zeigen.

3 Was Olivenöl nicht kann — und warum das wichtig ist

⚠️ Ehrlich gesagt

Olivenöl ist kein Medikament. Es kann erhöhte Cholesterinwerte nicht ersetzen und ist keine Alternative zu ärztlicher Beratung. Wer medikamentös eingestellt ist, sollte Ernährungsänderungen immer mit seinem Arzt besprechen.

Olivenöl ist ein Teil einer gesunden Ernährungsweise — nicht mehr und nicht weniger. Die Studien zeigen positive Effekte im Kontext der mediterranen Ernährung: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, wenig verarbeitete Produkte. Der isolierte Konsum von Olivenöl bei ansonsten ungünstiger Ernährung ist wissenschaftlich deutlich weniger belegt.

4 Wie Olivenöl sinnvoll in den Alltag integrieren

Die gute Nachricht: Die in Studien verwendeten Mengen sind alltagstauglich. Die mediterrane Ernährung sieht 2–4 Esslöffel hochwertiges Olivenöl täglich vor — nicht als Supplement, sondern als selbstverständlichen Bestandteil der Küche.

  • Morgens nüchtern — 1 EL pur auf leeren Magen, wie es in vielen mediterranen Haushalten üblich ist
  • Als Dressing — über Salat, Gemüse oder warme Speisen
  • Zum Dippen — mit gutem Brot, etwas Meersalz und frischen Kräutern
  • Kalt über fertige Gerichte — Suppen, Pasta, gegrilltes Gemüse: einfach am Ende kurz beträufeln
✨ Ölich Tipp

Der Polyphenolgehalt eines Olivenöls hängt entscheidend von Ernte und Verarbeitung ab. Ölich Olivenöl Extra Nativ wird in der Region Edremit in der Türkischen Ägäis geerntet — einer der ältesten Olivenanbaugebiete der Welt — und innerhalb von Stunden nach der Ernte kalt gepresst. Die Polyphenole bleiben so vollständig erhalten.

Fazit

Die Wissenschaft ist klar: Hochwertiges extra natives Olivenöl — regelmäßig und als Teil einer ausgewogenen Ernährung konsumiert — kann einen messbaren Beitrag zur Herzgesundheit leisten. Die PREDIMED-Studie und eine Vielzahl weiterer Untersuchungen zeigen, dass vor allem die Polyphenole Oleocanthal und Oleuropein dabei eine zentrale Rolle spielen.

Was die Forschung ebenso zeigt: Qualität entscheidet. Raffiniertes oder minderwertiges Olivenöl enthält diese Stoffe kaum noch. Wer bewusst auf seine Gesundheit achten möchte, tut gut daran, beim Olivenöl nicht am falschen Ende zu sparen.

Mehr über die Herkunft, Verarbeitung und Qualitätsstandards von Ölich Olivenöl — und warum Erntejahr und Pressung den Unterschied machen:

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Quellen:

Estruch R et al. (2013). Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet. New England Journal of Medicine, 368(14), 1279–1290.

Beauchamp GK et al. (2005). Phytochemistry: Ibuprofen-like activity in extra-virgin olive oil. Nature, 437, 45–46.

Covas MI et al. (2006). The Effect of Polyphenols in Olive Oil on Heart Disease Risk Factors. Annals of Internal Medicine, 145(5), 333–341.

By Team Ölich
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Die fünf wirksamsten natürlichen Maßnahmen für eine ruhigere Verdauung sind: hochwertiges Olivenöl als Darmschleimhaut-Nährstoff, warme Kräutertees mit Ingwer oder Kamille am Morgen, langsames Kauen und bewusstes Essen, mediterrane Ernährung als Grundlage (PREDIMED-Studie, NEJM, 2013) und moderate Bewegung nach den Mahlzeiten. Alle fünf Maßnahmen sind alltagstauglich, ohne Diät oder Supplement, und durch klinische Studien gestützt.

70 Prozent aller Deutschen klagen regelmäßig über Verdauungsbeschwerden. Blähungen nach dem Mittagessen, ein schweres Gefühl am Abend, Unwohlsein ohne klaren Auslöser. Und trotzdem greift die Mehrheit als erstes zur Tablette – obwohl der Körper in vielen Fällen ganz andere Signale sendet.

Die gute Nachricht: Es braucht keine Radikalkur, keine Eliminationsdiät und keine aufwendige Umstellung. Fünf Gewohnheiten – klein, alltagstauglich und wissenschaftlich gut belegt – können einen spürbaren Unterschied machen.

1. Mehr hochwertige Fette – nicht weniger

Wer bei Verdauungsproblemen reflexartig auf Fett verzichtet, macht möglicherweise das Gegenteil von dem, was dem Darm nützt. Denn die Darmschleimhaut braucht Fette – und zwar die richtigen.

Hochwertige pflanzliche Öle, allen voran extra natives Olivenöl, wirken als präbiotische Lebensmittel: Sie fördern das Wachstum nützlicher Darmbakterien wie Bifidobacterium und Lactobacillus. Cani et al. (2007, Diabetes) zeigten, dass Ernährungsgewohnheiten mit hohem Gehalt an gesunden Fetten die Zusammensetzung des Mikrobioms messbar positiv beeinflussen. Weitere Arbeiten belegen, dass Oleocanthal – ein natürlicher Wirkstoff im Olivenöl – entzündungshemmend auf die Darmschleimhaut wirkt (Beauchamp et al., Nature, 2005).

Konkret: Ein Teelöffel hochwertiges Olivenöl morgens vor dem ersten Bissen – oder als Basis für das Frühstücksbrot – ist eine der einfachsten Maßnahmen, die viele als angenehm überraschend erleben. Wichtig: Das Öl sollte frisch gepresst und unraffiniert sein, damit die Polyphenole noch vollständig vorhanden sind.

2. Warme Kräutertees statt Kaffee auf nüchternem Magen

Morgens als erstes Kaffee – für viele ist das Ritual. Aber auf leeren Magen regt Kaffee die Produktion von Magensäure stark an, ohne dass gleichzeitig Nahrung im Magen ist, die diese puffert. Das kann die Magenschleimhaut reizen und bei empfindlichem Darm langfristig zu Beschwerden führen.

Kräutertees mit gezielt ausgewählten Pflanzen sind eine wirkungsvolle Alternative: Ingwer beschleunigt nachweislich die Magenentleerung (Wu et al., European Journal of Gastroenterology & Hepatology, 2008). Kamille beruhigt Krämpfe und wirkt entzündungshemmend auf die Darmschleimhaut. Rosmarin unterstützt die Gallenproduktion und damit die Fettverdauung.

Wer morgens mit einer Tasse warmem Kräutertee startet – idealerweise 15 bis 20 Minuten vor dem Frühstück – gibt dem Verdauungssystem einen sanften, rhythmischen Impuls. Viele bemerken den Unterschied bereits nach ein bis zwei Wochen.

3. Langsam essen – der am meisten unterschätzte Faktor

Verdauung beginnt nicht im Magen. Sie beginnt im Mund – mit dem Kauen und dem Speichel, der bereits erste Enzyme enthält, die Kohlenhydrate aufspalten. Wer schnell isst, schickt unverdaute Nahrungsstücke in den Magen, die dort deutlich länger verarbeitet werden müssen. Die Folge: Gärungsprozesse, Blähungen, Schweregefühl.

Die sogenannte 20-Minuten-Regel ist gut belegt: Das Sättigungsgefühl stellt sich durchschnittlich 20 Minuten nach Beginn der Mahlzeit ein – unabhängig davon, wie viel man bis dahin gegessen hat (Leidy et al., Obesity, 2010). Wer in zehn Minuten isst, hat in den verbleibenden zehn Minuten keine Chance, auf seinen Körper zu hören.

Ein einfacher Anfang: Das Besteck nach jedem Bissen kurz ablegen. Nicht gleichzeitig scrollen oder lesen. Und wann immer möglich: nicht stehend oder gehend essen.

4. Mediterrane Ernährung als nachhaltige Grundlage

Eine der am besten untersuchten Ernährungsformen der Welt ist die mediterrane Küche – und ihre Wirkung auf den Darm ist ein wesentlicher Grund dafür. Die PREDIMED-Studie (Estruch et al., New England Journal of Medicine, 2013), die über 7.000 Teilnehmer beobachtete, zeigte neben dem kardiovaskulären Schutz auch signifikante Verbesserungen der Darmflora bei Teilnehmern, die regelmäßig Olivenöl, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kräuter aßen.

Was diese Kombination für die Verdauung leistet: Ballaststoffe aus Gemüse und Hülsenfrüchten ernähren nützliche Darmbakterien. Olivenöl schützt und nährt die Darmschleimhaut. Kräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin wirken antimikrobiell gegen schädliche Keime, ohne das Mikrobiom insgesamt zu belasten.

Das Schöne an der mediterranen Ernährung ist, dass sie kein Verzicht ist: Olivenöl statt Margarine. Kräutertee statt Limonade. Hülsenfrüchte zweimal die Woche. Frische Zutaten, so oft es geht.

5. Bewegung nach dem Essen

Ein kurzer Spaziergang nach dem Mittagessen – 10 bis 15 Minuten – beschleunigt die Magenentleerung nachweislich und hält den Blutzucker gleichmäßiger. Colberg et al. (Journal of the American Medical Directors Association, 2009) zeigten, dass moderate Bewegung nach dem Essen den postprandialen Blutzuckerspiegel deutlich stabiler hält als ruhiges Sitzen. Schnelle Blutzuckerschwankungen führen bei vielen Menschen zu Müdigkeit, Heißhunger und einem unangenehmen Schweregefühl.

Intensiver Sport direkt nach dem Essen ist kontraproduktiv – er leitet das Blut in die Muskulatur, bevor der Verdauungsprozess richtig begonnen hat. Ein ruhiges Gehen ist genau das Richtige. Wer keine Zeit hat: Einfach stehen statt sitzen. Der Effekt ist kleiner, aber vorhanden.

Fazit

Verdauungsprobleme entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Sie sind meistens das Ergebnis vieler kleiner Gewohnheiten, die sich über Jahre eingeschliffen haben. Genauso funktioniert auch die Verbesserung: nicht durch einen radikalen Schnitt, sondern durch konsequente kleine Veränderungen.

Mehr gute Fette statt weniger. Einen warmen Tee morgens. Ruhiger essen. Mediterran kochen, so oft es geht. Und nach dem Essen bewegen statt sitzen.

Wenn Sie mit einem Schritt anfangen möchten: Ein hochwertiges Olivenöl und ein guter Kräutertee sind vielleicht die einfachsten Begleiter für den Anfang. Beides finden Sie auf oelich.com.

Quellen:
Estruch R et al. (2013). Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet. New England Journal of Medicine, 368(14), 1279–1290.
Beauchamp GK et al. (2005). Phytochemistry: Ibuprofen-like activity in extra-virgin olive oil. Nature, 437, 45–46.
Cani PD et al. (2007). Metabolic Endotoxemia Initiates Obesity and Insulin Resistance. Diabetes, 56(7), 1761–1772.
Wu KL et al. (2008). Effects of ginger on gastric emptying and motility in healthy humans. European Journal of Gastroenterology & Hepatology, 20(5), 436–440.
Leidy HJ et al. (2010). The influence of higher protein intake and greater eating frequency on appetite control in overweight and obese men. Obesity, 18(9), 1725–1732.
Colberg SR et al. (2009). Postprandial Walking Is Better for Lowering the Glycemic Effect of Dinner than Pre-dinner Exercise in Type 2 Diabetic Individuals. Journal of the American Medical Directors Association, 10(6), 394–397.