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Warum billiges Olivenöl Ihrem Herzen schaden kann – und was echte Qualität ausmacht

Hochwertiges extra natives Olivenöl aus der Ägäis – reich an Polyphenolen für die Herzgesundheit

Kurzantwort: Hochwertiges extra natives Olivenöl kann das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse um bis zu 30 % senken – das zeigt die PREDIMED-Studie mit über 7.400 Teilnehmern (NEJM 2013). Der entscheidende Wirkstoff sind Polyphenole: sekundäre Pflanzenstoffe, die in frisch geernteten, kaltgepressten Ölen konzentriert vorkommen. In billigem Supermarktöl – gemischt, erhitzt, monatelang gelagert – sind sie kaum noch vorhanden. Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Olivenöl ist kein Geschmacksurteil. Er ist messbar. Und er geht direkt ans Herz.

Der Unterschied, den die meisten nicht kennen

Stellen Sie sich vor, Sie bringen jedes Jahr ein wertvolles Mitbringsel aus dem Urlaub mit nach Hause: ein Olivenöl, das intensiv duftet, leicht pfeffrig im Hals kratzt und frisch schmeckt wie nichts aus dem Supermarkt. Ein Jahr später greifen Sie wieder zur günstigen Flasche im Regal – und fragen sich, warum das Öl irgendwie nach nichts schmeckt. Was Sie dabei spüren, ist nicht nur Geschmack. Es ist ein messbarer Qualitätsunterschied. Und dieser Unterschied geht direkt ans Herz.

Die meisten Menschen wissen, dass Olivenöl irgendwie „gesund" ist. Aber kaum jemand kennt den entscheidenden Grund dafür: Es sind die Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe, die in hochwertigem extra nativem Olivenöl in großen Mengen vorkommen. In industriell verarbeitetem, erhitztem oder altem Olivenöl sind sie kaum noch vorhanden.

Polyphenole schützen Ihre Blutgefäße vor oxidativem Stress, wirken entzündungshemmend und tragen nachweislich zur Herzgesundheit bei. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat dies offiziell bestätigt: Olivenöl-Polyphenole tragen zum Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress bei – bei einem täglichen Konsum von mindestens 20 Gramm Öl mit ausreichendem Polyphenolgehalt (EFSA Health Claim, 2012).

Billiges Öl aus dem Supermarkt? Oft ein Blend aus verschiedenen Ländern, erhitzt, gefiltert und monatelang gelagert. Der Polyphenolgehalt ist zu diesem Zeitpunkt häufig kaum noch messbar.

Was die Wissenschaft sagt

Die bisher größte Studie zur Mittelmeerdiät – die PREDIMED-Studie, durchgeführt mit über 7.400 Teilnehmern und 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlicht – zeigte: Eine Ernährung mit extra nativem Olivenöl reduziert das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu einer fettarmen Diät.

30 Prozent. Das ist keine Werbebotschaft. Das ist Wissenschaft.

Eine darauf aufbauende Analyse von Guasch-Ferré et al. (BMC Medicine, 2014) untersuchte innerhalb der PREDIMED-Kohorte gezielt den Effekt von Olivenöl: Jede zusätzliche tägliche Portion von 10 Gramm extra nativem Olivenöl war mit einem um 16 Prozent reduzierten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse verbunden. Je mehr hochwertiges Olivenöl, desto stärker der Schutz – innerhalb sinnvoller Alltagsmengen.

Und warum genau? Eine kontrollierte Studie von Covas et al., veröffentlicht in den Annals of Internal Medicine (2006), zeigte, dass polyphenolreiches Olivenöl im Vergleich zu polyphenolärmem Olivenöl messbar bessere Werte bei Herzerkrankungsrisiko-Faktoren erzeugt: niedrigeres oxidiertes LDL, höheres HDL, geringere Entzündungsmarker. Der Polyphenolgehalt des Öls – nicht einfach die Tatsache, dass es Olivenöl ist – ist der entscheidende Parameter.

Besonders interessant für Frauen: Nach den Wechseljahren steigt der LDL-Cholesterinwert statistisch um 10 bis 15 mg/dl an – ein erhöhtes Herzrisiko, das sich durch Ernährungsumstellungen aktiv beeinflussen lässt (Harvard Health Publishing, 2022). Hochwertiges Olivenöl kann dabei ein einfacher, täglicher Baustein sein.

Was passiert, wenn das Öl schlecht ist?

Eine Untersuchung der University of California, Davis aus dem Jahr 2011 ergab: Bis zu 69 Prozent der getesteten Olivenöle im amerikanischen Supermarkthandel erfüllten den deklarierten Standard „extra nativ" nicht. In Europa ist die Situation besser reguliert – der Internationale Olivenrat (IOC) führt regelmäßige Qualitätskontrollen durch – aber auch hier gelangen Produkte in den Handel, die den Polyphenolgehalt nicht erfüllen, den ihre Bezeichnung verspricht.

Abgelagertes, oxidiertes Olivenöl enthält freie Radikale, die im Körper Entzündungsprozesse fördern können – das Gegenteil von dem, was Sie sich erhoffen. Der Kratzen im Hals beim frischen, guten Olivenöl ist übrigens kein Fehler: Er kommt vom Wirkstoff Oleocanthal, der nachweislich ähnlich wie Ibuprofen auf Entzündungsenzyme wirkt – natürlich und ohne Nebenwirkungen (Beauchamp et al., Nature 2005). Bei schlechtem Öl fehlt dieser Kratzen. Und damit auch der Schutz.

Woran Sie Qualität erkennen

Ein gutes Olivenöl muss nicht teuer sein – aber ein paar Dinge sollten stimmen:

  • Extra Nativ auf dem Etikett (nicht nur „nativ" oder „Olivenöl")
  • Ein Erntejahr ist angegeben – frisch, nicht abgelagert
  • Die Herkunft ist konkret: eine Region, kein Blend aus mehreren Ländern
  • Dunkle Flasche: schützt vor Lichtoxidation
  • Bitter und scharf im Abgang: das ist Qualität, kein Fehler

Ein kleiner Schritt für Ihre Herzgesundheit

Wechseln Sie beim nächsten Einkauf einfach einmal bewusst das Öl. Wählen Sie ein extra natives Olivenöl mit Herkunftsangabe und Erntejahr. Ersetzen Sie Butter auf dem Brot, nehmen Sie Olivenöl als Basis für Ihr Salatdressing, träufeln Sie es über gekochtes Gemüse.

Nicht als Kur. Nicht als Diät. Sondern als Alltagsritual, das Ihrem Herzen langfristig etwas Gutes tut.

Wenn Sie mehr über die Herkunft und Verarbeitung von Ölichs Olivenöl erfahren möchten – woher es kommt, wie es gepresst wird – finden Sie alle Informationen auf oelich.com.


Quellen: Estruch R. et al. (2013). NEJM, 368(14), 1279–1290. · EFSA Panel (2012). EFSA Journal, 10(8), 2833. · Guasch-Ferré M. et al. (2014). BMC Medicine, 12, 78. · Covas MI. et al. (2006). Annals of Internal Medicine, 145(5), 333–341. · Beauchamp G.K. et al. (2005). Nature, 437, 45–46. · Frankel E.N. et al. (2011). UC Davis Olive Center Report. · Harvard Health Publishing (2022).